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Jimdo oder WordPress? So entscheiden Sie und so gelingt der Wechsel

8. Oktober 20265 Min. Lesezeit
Zwei Männer tragen einen weißen Kühlschrank die Stufen zu einem Haus hinauf, ein Bild für den Umzug einer Website von Jimdo zu WordPress

Auf dieser Seite

  • Was ist Jimdo?
  • Was ist WordPress?
  • Jimdo oder WordPress im direkten Vergleich
  • SEO: Wo der Unterschied am größten ist
  • Von Jimdo zu WordPress wechseln: So geht es
  • So entscheiden Sie
  • Bleiben Sie bei Jimdo, wenn
  • Wechseln Sie zu WordPress, wenn
  • Website selbst programmieren statt Baukasten?
  • Häufige Fragen
  • Quellen

Kurz gesagt: Jimdo oder WordPress? Jimdo passt, wenn Sie eine überschaubare Website mit wenigen Unterseiten schnell online bringen und Texte und Bilder selbst pflegen wollen, ohne sich um Technik zu kümmern. WordPress passt, wenn die Website wachsen, bei Google ranken, einen Blog haben oder an andere Systeme angebunden werden soll. Das Wichtigste vorab: Eine Jimdo-Seite lässt sich nicht einfach nach WordPress exportieren. Wer wechselt, baut neu.

Auf einen Blick

Jimdo kostet bei 12 Monaten Laufzeit 12 € (Start, 10 Unterseiten), 20 € (Grow, 50 Unterseiten) oder 50 € (Unlimited) im Monat inklusive MwSt. WordPress ist kostenlos, braucht aber ein Webhosting und hat über 74.000 kostenlose Plugins. Jimdo ist einfacher und wartungsfrei, WordPress gibt Ihnen mehr Kontrolle über SEO und lässt sich zu jedem Anbieter mitnehmen.

Inhalt

  1. Was ist Jimdo?
  2. Was ist WordPress?
  3. Jimdo oder WordPress im direkten Vergleich
  4. SEO: Wo der Unterschied am größten ist
  5. Von Jimdo zu WordPress wechseln: So geht es
  6. So entscheiden Sie
  7. Website selbst programmieren statt Baukasten?

Was ist Jimdo?

Jimdo ist ein Homepage-Baukasten aus Hamburg, seit 2007 am Markt, mit nach eigenen Angaben über 32 Millionen erstellten Seiten. Es gibt zwei Editoren: den KI-gestützten Jimdo-Baukasten, bei dem Sie Ihre Seite aus fertigen Bausteinen zusammenstellen, und Jimdo Creator, der über eine Coding-Funktion mehr Anpassungen erlaubt (Jimdo).

So sehen die Website-Pakete laut Jimdo im Oktober 2026 aus, Preise inklusive MwSt.:

PaketPreis bei 12 MonatenUnterseitenSpeicherDas Wichtigste
Free0 €55 GB.jimdosite.com-Subdomain, nicht werbefrei
Start12 €/Monat1030 GBwerbefrei, eigene Domain, SEO-Einstellungen
Grow20 €/Monat5050 GBSupport innerhalb von 24 Stunden, Datei-Uploads in Formularen
Unlimited50 €/Monatunbegrenzt500 GBSupport innerhalb von 12 Stunden, Jimdo Local

Monatlich zahlbar ist ebenfalls möglich, dann wird es teurer. Mit 24 Monaten Laufzeit wird es günstiger. Eine Domain ist für die erste Vertragslaufzeit enthalten. Prüfen Sie die aktuellen Preise immer direkt bei Jimdo.

Was ist WordPress?

WordPress ist ein kostenloses Open-Source-CMS und das meistgenutzte System im Web (WordPress.org). Laut W3Techs läuft es auf 40,1 % aller Websites, Jimdo auf 0,3 % (W3Techs). Im offiziellen Verzeichnis gibt es über 74.000 kostenlose Plugins für Formulare, Terminbuchung, mehrsprachige Seiten, SEO und vieles mehr (WordPress.org).

Für WordPress brauchen Sie ein Webhosting. Im Gegenzug sind Sie selbst für Updates, Sicherheit und Backups verantwortlich, oder Sie geben das ab. Was dazugehört, steht in unserem Artikel zur WordPress-Wartung.

Jimdo oder WordPress im direkten Vergleich

Jimdo ist einfacher, WordPress ist flexibler. Im Detail:

JimdoWordPress
EinstiegSehr einfach, Baukasten mit KI-UnterstützungEinfach mit fertigem Theme, Lernkurve bei mehr Anspruch
Kosten0 bis 50 € im Monat bei 12 MonatenSoftware kostenlos, plus Hosting, Themes und Plugins
Unterseiten5, 10, 50 oder unbegrenzt je nach PaketUnbegrenzt
DesignVorlagen und BausteineTausende Themes oder eigenes Design
FunktionenWas der Baukasten anbietetÜber 74.000 Plugins und Schnittstellen
WartungÜbernimmt JimdoIhre Aufgabe oder die Ihres Dienstleisters
Umzug zu anderem AnbieterNur durch NeuaufbauJa

SEO: Wo der Unterschied am größten ist

Beide Systeme können bei Google gefunden werden, aber WordPress lässt Ihnen mehr Spielraum. In den bezahlten Jimdo-Paketen sind erweiterte SEO-Einstellungen enthalten, im Free-Paket nicht (Jimdo). Für eine kleine lokale Seite mit wenig Konkurrenz reicht das oft.

Schwierig wird es bei der Struktur. Wer für jede Leistung und jeden Standort eine eigene Landingpage bauen will, stößt bei Jimdo Start mit 10 Unterseiten schnell an die Grenze. In WordPress steuern Sie URLs, Überschriften, strukturierte Daten, Sitemap, Weiterleitungen und Ladezeit selbst. Das heißt nicht, dass WordPress automatisch besser rankt, sondern dass Sie das System nicht ausbremst. Mehr dazu unter WordPress SEO.

Von Jimdo zu WordPress wechseln: So geht es

Einen Export-Knopf für WordPress gibt es nicht, Sie ziehen die Inhalte selbst um. Jimdo schreibt im Creator-Hilfe-Center, dass es keine Funktion gibt, mit der Sie selbst eine Sicherheitskopie Ihrer Seite erstellen können. Möglich ist nur, einzelne Seiten mit Browser-Erweiterungen zu speichern, Unterseite für Unterseite (Jimdo Hilfe-Center).

Zwei Punkte, die oft vergessen werden:

  • Domain. Liegt Ihre Domain bei Jimdo, brauchen Sie für den Umzug zu einem anderen Anbieter einen Auth-Code, den Sie bei Jimdo anfordern (Jimdo Hilfe-Center).
  • E-Mail. E-Mail-Konten werden beim Domain-Transfer nicht mit umgezogen. Jimdo empfiehlt, alte Nachrichten und Kontakte vorher lokal zu sichern (Jimdo Hilfe-Center).

Der Wechsel läuft deshalb so ab:

  1. Alle Texte und Bilder der Jimdo-Seite sichern.
  2. Alle aktuellen URLs notieren, am besten mit Seitentitel und Meta-Beschreibung.
  3. Die neue Seite in WordPress aufbauen, gern auf einer Testadresse.
  4. 301-Weiterleitungen von den alten auf die neuen URLs einrichten, damit Ihre Google-Rankings erhalten bleiben (Google Search Central).
  5. E-Mails sichern, Domain umziehen und die neue Seite live schalten.
  6. In der Google Search Console prüfen, ob die neuen Seiten indexiert werden. Wie das geht, zeigt unser Leitfaden zur Google Search Console.

Wenn Sie damit rechnen, Jimdo in ein bis zwei Jahren zu entwachsen, ist es oft günstiger, gleich mit WordPress zu starten.

So entscheiden Sie

Bleiben Sie bei Jimdo, wenn

  • Sie eine einfache Visitenkarte im Netz mit wenigen Unterseiten brauchen
  • Sie alles selbst erledigen wollen, ohne ein neues System zu lernen
  • Sie sich nicht um Updates und Sicherheit kümmern wollen
  • die Website kein wichtiger Vertriebskanal ist

Wechseln Sie zu WordPress, wenn

  • Sie bei Google gefunden werden und regelmäßig Inhalte veröffentlichen wollen
  • die Website um Leistungen, Standorte, Sprachen oder Funktionen wachsen soll
  • Sie Terminbuchung, CRM, Newsletter oder einen Shop anbinden wollen
  • Sie den Anbieter wechseln können wollen, ohne neu anzufangen

Weitere Optionen vergleichen wir im Überblick zum Homepage-Baukasten und in Wix oder WordPress? Wenn Sie überlegen, ob Sie überhaupt bezahlen müssen, lesen Sie Kostenlose Webseite: Was gratis wirklich kostet.

Website selbst programmieren statt Baukasten?

Für die meisten Unternehmen ist ein angepasstes WordPress-Theme der bessere Weg als selbst zu programmieren. Wer in einem Baukasten feststeckt, denkt oft darüber nach, die Seite von Grund auf in HTML und CSS zu bauen. Um zu verstehen, wie das Web funktioniert, ist das sinnvoll, und die kostenlosen Anleitungen von MDN sind ein guter Einstieg (MDN Web Docs). Eine handgeschriebene Seite hat aber kein Redaktionssystem, jede Textänderung erfordert Code. Für die meisten ist ein WordPress-Theme, das angepasst wird, oder eine WordPress-Website von einer Agentur die praktischere Lösung.

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Häufige Fragen

Jimdo oder WordPress: Was ist besser?

Das hängt vom Ziel ab. Jimdo ist besser für eine einfache Website mit wenigen Unterseiten, die Sie ohne Technikkenntnisse selbst pflegen. WordPress ist besser, wenn die Website wachsen, bei Google ranken und an andere Systeme angebunden werden soll.

Was kostet Jimdo?

Laut Jimdo kosten die Website-Pakete im Oktober 2026 bei 12 Monaten Laufzeit 12 € (Start), 20 € (Grow) und 50 € (Unlimited) im Monat inklusive MwSt. Das Free-Paket ist kostenlos, hat aber eine .jimdosite.com-Subdomain, 5 Unterseiten und ist nicht werbefrei.

Kann man eine Jimdo-Seite zu WordPress umziehen?

Nicht automatisch. Jimdo bietet keine Funktion, mit der Sie selbst eine Sicherheitskopie erstellen, und nennt im Hilfe-Center keinen Export nach WordPress. Texte und Bilder müssen von Hand übertragen werden. Richten Sie 301-Weiterleitungen von den alten URLs ein, damit die Google-Rankings erhalten bleiben.

Was passiert mit meiner Domain und meinen E-Mails beim Wechsel von Jimdo?

Für den Domain-Umzug fordern Sie bei Jimdo einen Auth-Code an. E-Mail-Konten werden nicht mit umgezogen, Sie legen sie beim neuen Anbieter neu an. Sichern Sie alte Nachrichten und Kontakte vor dem Transfer.

Ist WordPress besser für SEO als Jimdo?

WordPress gibt Ihnen mehr Kontrolle über URLs, strukturierte Daten, Weiterleitungen und Ladezeit. Jimdo bietet in den bezahlten Paketen erweiterte SEO-Einstellungen, begrenzt aber die Zahl der Unterseiten, bei Start auf 10 und bei Grow auf 50.

Ist WordPress kostenlos?

Die Software ist kostenlos und Open Source. Sie brauchen aber ein Webhosting, und Premium-Themes oder Plugins können Geld kosten. Updates und Sicherheit verantworten Sie selbst oder Ihr Dienstleister.

Quellen

  1. Preise und Pakete für deine Webseite, Jimdo
  2. Wie erstelle ich ein Backup meiner Jimdo Seite?, Jimdo Creator Hilfe-Center
  3. Wie transferiere ich meine Domain zu einem anderen Anbieter?, Jimdo Creator Hilfe-Center
  4. About WordPress, WordPress.org
  5. WordPress Plugins, WordPress.org
  6. Usage statistics of content management systems, W3Techs
  7. Website-Umzug mit URL-Änderungen, Google Search Central
  8. Getting started modules, MDN Web Docs
ZurückWebseite-Relaunch: 9 Anzeichen, dass es Zeit ist, und wie Sie vorgehen
WeiterKostenlose Webseite: Was gratis wirklich bedeutet und wann es reicht

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