Was ist ein CMS? Content-Management-Systeme einfach erklärt

Kurz gesagt: Was ist ein CMS? Ein CMS, kurz für Content-Management-System, ist eine Software, mit der Sie die Inhalte einer Website verwalten. Sie erstellen, ändern und veröffentlichen Texte, Bilder und Seiten über eine Oberfläche im Browser, ohne Code zu schreiben. Bekannte Beispiele sind WordPress, TYPO3, Webflow, Wix und Shopify.
Was ist ein CMS, und was bedeutet es?
CMS steht für Content-Management-System, auf Deutsch etwa Inhaltsverwaltungssystem. Im Alltag sagt man meist einfach CMS oder Redaktionssystem. Der Grundgedanke: Wer eine E-Mail schreiben kann, soll auch die Website aktualisieren können.
Ohne CMS stehen die Texte direkt im Code. Jede Änderung, selbst eine neue Telefonnummer, braucht dann einen Entwickler. Mit einem CMS melden Sie sich an, ändern den Text und klicken auf Veröffentlichen.
So funktioniert ein CMS
Die meisten Content-Management-Systeme bestehen aus drei Teilen:
- Einem Backend, in dem Sie Inhalte schreiben und bearbeiten, Bilder hochladen und Seiten verwalten.
- Einer Datenbank, in der die Inhalte gespeichert werden.
- Templates oder einem Theme, die bestimmen, wie die Inhalte für Besucher aussehen.
Weil Inhalt und Gestaltung getrennt sind, können Sie das Design wechseln, ohne die Texte neu zu schreiben, und neue Texte veröffentlichen, ohne das Design anzufassen. Viele Systeme lassen sich mit Plugins oder Extensions erweitern, etwa für Formulare, Onlineshop, Mehrsprachigkeit oder SEO.
Die verbreitetsten CMS
Laut W3Techs läuft WordPress auf 40,1 % aller Websites weltweit. Das entspricht 58,6 % aller Websites mit einem bekannten CMS (Oktober 2026). Shopify (5,4 %) und Wix (4,2 %) folgen mit großem Abstand. Bei Websites mit .de-Domain sieht die Rangliste anders aus: WordPress kommt dort auf 54,1 % der Websites mit bekanntem CMS, TYPO3 auf 6,7 % und Shopify auf 4,9 % (W3Techs).
| System | Typ | Passt gut zu | Zu bedenken |
|---|---|---|---|
| WordPress | Open Source | Fast allem, von der einfachen Firmenwebsite bis zum großen Magazin | Braucht regelmäßige Updates und Pflege der Plugins |
| TYPO3 | Open Source | Größeren Websites mit vielen Seiten, Sprachen und Redakteuren | Einrichtung und Betrieb meist mit Agentur oder Entwicklern |
| Webflow | Gehosteter Dienst | Designstarken Firmen- und Marketingseiten | Monatliche Kosten, die Website liegt bei Webflow |
| Wix, Jimdo und Squarespace | Homepage-Baukasten | Kleinen Websites, die Sie schnell selbst bauen | Weniger Kontrolle, ein Umzug ist aufwendiger |
| Shopify und Shopware | Shopsysteme | Onlineshops | Gebühren, Apps oder Erweiterungen kommen zum Preis hinzu |
| Headless CMS, z. B. Sanity oder Contentful | Content-API | Individuellen Websites und Apps mit Entwicklerteam | Die eigentliche Website müssen Entwickler bauen |
Keines davon ist für alle das beste. Ein System, das für einen Onlineshop ideal ist, kann für eine Beraterin mit fünf Seiten unnötig schwer sein, und umgekehrt. Wer zwischen Baukasten und WordPress schwankt, findet Hilfe in Wix oder WordPress?
TYPO3: in Deutschland stark, weltweit klein
TYPO3 ist ein Open-Source-CMS, das der dänische Entwickler Kasper Skårhøj 1997 ins Leben gerufen hat. Seit 2001 ist es Open Source, und seit 2004 führt die gemeinnützige TYPO3 Association mit Sitz in Sissach in der Schweiz das Projekt (TYPO3, TYPO3 Association). Die erste TYPO3-Konferenz fand 2005 in Karlsruhe statt, die Konferenzen 2024 und 2025 in Düsseldorf (TYPO3).
Weltweit ist TYPO3 klein: W3Techs misst es auf 0,4 % aller Websites und 0,5 % der Websites mit bekanntem CMS. Unter den .de-Domains liegt es mit 6,7 % jedoch auf Platz zwei hinter WordPress, vor Shopify (W3Techs, W3Techs). Praktisch heißt das: Wer in Deutschland eine Website übernimmt, trifft deutlich häufiger auf TYPO3, als die weltweiten Zahlen vermuten lassen.
Seine Stärken spielt TYPO3 bei umfangreichen Websites aus, mit vielen Seiten, mehreren Sprachen und Redakteuren mit unterschiedlichen Rechten. Für eine kleine Firmenwebsite, die Sie selbst an einem Nachmittag aufsetzen wollen, ist es dagegen meist zu groß. Mehr dazu auf unserer Seite zu TYPO3.
Open Source oder fertiger Dienst?
Die wichtigste Entscheidung ist oft nicht die Marke, sondern das Modell:
Open Source, wie WordPress oder TYPO3
Die Software ist kostenlos, und Sie können sie bei einem Hoster Ihrer Wahl betreiben. Sie besitzen alles und können jederzeit umziehen. Die Kehrseite: Jemand muss sich um Updates, Sicherheit und Backups kümmern. Eine WordPress-Website, die niemand pflegt, wird mit der Zeit langsam und angreifbar. Was dazugehört, steht in WordPress-Wartung.
Fertiger Dienst, wie Webflow, Wix, Jimdo oder Shopify
Sie zahlen eine monatliche Gebühr, und der Anbieter kümmert sich um Betrieb, Sicherheit und Updates. Das ist bequem, macht Sie aber abhängig von seinen Funktionen, Preisen und Regeln, und ein späterer Umzug kann mühsam sein. Einen Überblick gibt unser Artikel zum Homepage-Baukasten.
Was ist ein Headless CMS?
Ein Headless CMS verwaltet nur die Inhalte. Die eigentliche Website wird separat gebaut, oft mit einem modernen Framework, und holt die Inhalte über eine API ab (Sanity). Das bringt viel Freiheit, hohe Performance und die Möglichkeit, dieselben Inhalte in mehreren Kanälen zu nutzen, etwa auf der Website und in einer App.
Der Nachteil: Ohne Entwickler geht es nicht. Für die meisten kleineren Unternehmen ist ein klassisches CMS oder ein Baukasten die einfachere Wahl.
Welches CMS passt zu Ihnen?
Das richtige CMS ist das, das zu Ihren Anforderungen passt. Klären Sie vor der Entscheidung diese Fragen:
- Wer pflegt die Website, und wie oft? Eine Oberfläche, mit der genau Ihr Team gut zurechtkommt, ist viel wert.
- Was soll die Website leisten? Informieren, Anfragen sammeln, Produkte verkaufen oder Termine buchen?
- Brauchen Sie mehrere Sprachen oder Länderversionen? Wer in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkauft, braucht ein System, das Sprachversionen sauber verwaltet. Siehe Was ist hreflang?
- Welche Systeme sollen angebunden werden? CRM, Newsletter, Buchungstool oder Warenwirtschaft.
- Lassen sich die Pflichtangaben einfach pflegen? Impressum nach § 5 DDG, Datenschutzerklärung und eine Einwilligungslösung für Cookies und eingebettete Dienste nach § 25 TDDDG gehören zu jeder geschäftlichen Website in Deutschland. Prüfen Sie, wie gut sich Plugins und Einbindungen damit vertragen.
- Wie wichtig ist ein späterer Umzug? Code selbst besitzen oder eine Plattform mieten?
- Was kostet es über die Jahre? Rechnen Sie Lizenzen, Plugins, Hosting und Wartung ein, nicht nur den Startpreis.
Für eine typische Firmenwebsite landen viele bei WordPress oder Webflow, größere Organisationen mit vielen Redakteuren häufig bei TYPO3. Überlegen Sie, mit einem Gratisangebot selbst zu starten, lesen Sie zuerst Kostenlose Webseite: was sie wirklich kostet.
CMS und SEO
Die Wahl des CMS beeinflusst, wie leicht Sie bei Google gefunden werden. Prüfen Sie, ob Sie:
- für jede Seite einen eigenen Title und eine eigene Meta-Description festlegen können
- die Adressen (URLs) der Seiten selbst bestimmen können
- automatisch eine Sitemap erhalten
- Alt-Texte für Bilder eintragen können
- die Website auch mit vielen Erweiterungen schnell halten können
Die meisten modernen Systeme können das, entscheidend ist die Umsetzung. Googles SEO-Leitfaden für Einsteiger ist eine gute Checkliste. Wer zuerst die Grundlagen verstehen will, liest Was ist SEO?
Häufige Fragen
Was ist ein CMS?
Ein CMS, kurz für Content-Management-System, ist eine Software zur Verwaltung der Inhalte einer Website. Sie erstellen, ändern und veröffentlichen Texte, Bilder und Seiten über eine Oberfläche im Browser, ohne Code zu schreiben. Bekannte Beispiele sind WordPress, TYPO3, Webflow, Wix und Shopify.
Wofür steht CMS?
CMS steht für Content-Management-System, auf Deutsch etwa Inhaltsverwaltungssystem. Im Alltag sagt man meist einfach CMS oder Redaktionssystem.
Welches CMS ist am weitesten verbreitet?
WordPress. Laut W3Techs läuft es auf rund 40 % aller Websites weltweit und auf knapp 59 % der Websites mit bekanntem CMS. Bei .de-Domains liegt sein Anteil an den Websites mit bekanntem CMS bei 54,1 %.
Ist TYPO3 in Deutschland verbreitet?
Ja. Unter den .de-Domains liegt TYPO3 laut W3Techs mit 6,7 % der Websites mit bekanntem CMS auf Platz zwei hinter WordPress. Weltweit kommt es nur auf 0,5 %.
Welches CMS passt zu mir?
Das hängt vom Bedarf ab. WordPress passt zu den meisten Firmenwebsites, TYPO3 zu großen Websites mit vielen Redakteuren und Sprachen, Shopify oder Shopware zu Onlineshops und ein Baukasten wie Wix oder Jimdo zu kleinen Websites, die Sie selbst bauen. Entscheidend sind, wer die Seite pflegt, was sie können muss und was sie über die Jahre kostet.
Ist WordPress kostenlos?
Die Software selbst ist kostenlos und Open Source. Kosten entstehen für Hosting und Domain und oft für Themes, Plugins und Wartung.
Was ist der Unterschied zwischen CMS und Homepage-Baukasten?
Ein Homepage-Baukasten wie Wix oder Jimdo ist ein CMS, bei dem Werkzeuge, Vorlagen und Hosting in einem Dienst gebündelt sind. Ein CMS wie WordPress oder TYPO3 können Sie betreiben, wo Sie wollen, und frei erweitern, sind dann aber selbst für die Wartung verantwortlich.
Quellen
- Usage statistics of content management systems, W3Techs
- Distribution of content management systems among websites that use .de, W3Techs
- Usage statistics and market share of TYPO3, W3Techs
- The TYPO3 Story, TYPO3 GmbH
- TYPO3 Association, TYPO3 Association
- TYPO3, TYPO3 Association
- WordPress.org, WordPress Foundation
- Webflow CMS, Webflow
- What is a headless CMS?, Sanity
- § 5 DDG: Allgemeine Informationspflichten, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de)
- § 25 TDDDG: Schutz der Privatsphäre bei Endeinrichtungen, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de)
- SEO-Leitfaden für Einsteiger, Google Search Central








