Was kostet eine Website?

Kurz gesagt: Eine Website kostet zwischen wenigen Euro im Monat, wenn Sie sie selbst mit einem Homepage-Baukasten erstellen, und einem deutlich höheren Einmalbetrag, wenn eine Agentur eine individuelle Website für Ihr Unternehmen entwickelt. Entscheidend ist, wie viel eigens für Sie entsteht: Design, Inhalte, Funktionen und Schnittstellen. Dazu kommen jedes Jahr laufende Kosten für Domain, Hosting, Wartung und Lizenzen.
Drei Wege zur eigenen Website
Der größte Preisunterschied hängt nicht davon ab, wer baut, sondern davon, wie viel speziell für Ihr Unternehmen entwickelt wird. So unterscheiden sich die drei gängigsten Wege:
| Weg | Geeignet für | Meist enthalten | Laufende Kosten |
|---|---|---|---|
| Homepage-Baukasten | Einfache Websites mit wenigen Seiten, wenn Sie selbst Zeit zum Bauen und Schreiben haben | Vorlagen, Editor, Hosting und SSL-Zertifikat | Monatlicher Tarif, Domain und Ihre eigene Zeit |
| Template oder Theme, etwa mit WordPress | Unternehmen, die mehr Kontrolle wollen und die Website mit der Zeit ausbauen | Ein fertiges Design, das mit Logo, Farben und Inhalten angepasst wird | Hosting, Domain, gegebenenfalls Lizenzen für Theme und Plugins sowie Updates |
| Individuelle Website | Unternehmen, bei denen die Website Anfragen bringen soll, viele Seitentypen hat oder an andere Systeme angebunden wird | Struktur, Design und Entwicklung nach Ihren Anforderungen, oft auch Inhalte und eine SEO-Grundlage | Betrieb, Wartung, Support und Weiterentwicklung |
Homepage-Baukasten. Sie zahlen einen festen Monatsbetrag und bauen selbst. Bei IONOS kostet MyWebsite Starter regulär 12 € im Monat, Plus 18 € und Pro 33 €, jeweils inklusive MwSt. Für die ersten Monate gelten Aktionspreise, und eine Wunsch-Domain ist enthalten (IONOS). Achten Sie deshalb immer auf den Preis nach der Aktionsphase und auf Mindestvertragslaufzeiten. Einen Überblick über die Anbieter finden Sie in Homepage-Baukasten im Vergleich, und wer zwischen zwei Systemen schwankt, liest Jimdo oder WordPress?
Template oder Theme. WordPress ist Open-Source-Software und kostet beim Herunterladen nichts (WordPress.org). Die Kosten stecken in Hosting, Domain, eventuell Premium-Themes und Plugins und in den Stunden, die das Anpassen und Befüllen der Vorlage dauert. Machen Sie das selbst, zahlen Sie mit Zeit. Beauftragen Sie einen Freelancer oder eine Agentur, zahlen Sie für die Anpassung.
Individuelle Website. Struktur und Design entstehen eigens für Sie, und der Preis richtet sich nach dem Umfang. Hier sind die Unterschiede am Markt am größten, weil zwei Agenturen unter demselben Begriff Unterschiedliches verstehen. Fragen Sie deshalb nach einem aufgeschlüsselten Angebot statt nach einem Preis pro Seite.
Was bestimmt den Preis einer Website?
Zwei Angebote für dieselbe "Website" können weit auseinanderliegen, weil sie oft Verschiedenes kalkulieren. Diese Faktoren wirken sich am stärksten aus:
- Anzahl der Seiten und Seitentypen. Teuer ist selten die Zahl der Seiten an sich, sondern wie viele verschiedene Seitentypen gestaltet werden müssen. Startseite, Leistungsseite, Über-uns-Seite und Kontaktseite sind vier Vorlagen. Zehn Leistungsseiten nach demselben Muster bleiben eine.
- Design. Eine fertige Vorlage anzupassen geht schneller als ein eigenes Design mit Wireframes, Entwürfen und Varianten für Smartphone und Desktop.
- Inhalte. Texte, Bilder und Fotos werden oft unterschätzt. Jemand muss sie schreiben und zusammentragen, und oft entscheiden gerade die Inhalte darüber, ob die Website Kunden bringt.
- Schnittstellen. Buchungssystem, CRM, Newsletter oder die Anbindung an die Buchhaltung brauchen Entwicklung und Tests.
- Mehrere Sprachen. Jede Sprache braucht übersetzte Texte, eigene URLs und die richtigen technischen Signale an Google, welche Version welche ist.
- SEO-Grundlage. Keyword-Recherche, eine durchdachte Seitenstruktur, Überschriften und Metadaten sowie Weiterleitungen von einer alten Website kosten Zeit, sorgen aber dafür, dass die Seite von Anfang an gefunden werden kann.
Planen Sie außerdem die Pflichtangaben ein. Wer geschäftsmäßig einen digitalen Dienst anbietet, muss unter anderem Name, Anschrift und eine E-Mail-Adresse leicht erkennbar bereitstellen (§ 5 DDG). Impressum und Datenschutzerklärung müssen geschrieben und gepflegt werden.
Bei uns hängt der Preis genau von diesen Punkten ab: Zahl der Seitentypen, Inhalte, Funktionen, Schnittstellen und ob das Projekt Design und Entwicklung umfasst. Nach einem ersten Gespräch erstellen wir einen empfohlenen Umfang und ein Angebot.
Welche laufenden Kosten kommen dazu?
Mit dem Launch ist eine Website nie ganz fertig. Diese Kosten fallen monatlich oder jährlich an:
| Kostenpunkt | Worum es geht |
|---|---|
| Domain | Eine .de-Domain kostet bei IONOS in den ersten 12 Monaten 0,08 € im Monat, danach regulär 1,30 € im Monat, inklusive MwSt. (IONOS). Vergleichen Sie immer den Preis nach dem ersten Jahr. |
| Hosting oder Tarif | Nötig, damit die Website unter Ihrer eigenen Domain erreichbar ist. Beim Baukasten ist das Hosting meist im Monatspreis enthalten. |
| Wartung | Updates für WordPress, Theme und Plugins, Backups und Fehlerbehebung. Entweder Ihre eigene Zeit oder ein Wartungsvertrag. Mehr dazu in WordPress Wartung. |
| Lizenzen | Premium-Themes, kostenpflichtige Plugins, Tools für Cookie-Einwilligung, Formulare oder Buchungen und E-Mail-Postfächer mit eigener Domain kosten oft pro Jahr oder pro Nutzer. |
| Ihre Zeit | Texte aktualisieren, Neuigkeiten veröffentlichen und Angaben aktuell halten. Oft der größte Posten, auch wenn er auf keiner Rechnung steht. |
Manche Anbieter nennen Preise inklusive, andere zuzüglich MwSt. Prüfen Sie das, bevor Sie zwei Angebote vergleichen.
Website oder Onlineshop?
In diesem Artikel geht es um Websites: Seiten, die das Unternehmen vorstellen, Leistungen zeigen und Besucher zur Kontaktaufnahme bewegen. Ein Onlineshop ist ein anderes Projekt. Dort kommen Produkte, Zahlungsabwicklung, Versand, Retouren, Gebühren pro Verkauf und die Pflichten beim Verkauf an Verbraucher hinzu. Wenn Sie Waren online verkaufen wollen, lesen Sie stattdessen Onlineshop erstellen: Kosten für Aufbau, Shopsystem und Betrieb.
Wie vergleicht man Angebote?
Der häufigste Fehler ist, Endsummen zu vergleichen, die auf unterschiedlichen Annahmen beruhen. Geben Sie allen Anbietern dieselbe Grundlage und stellen Sie dieselben Fragen:
- Gleiche Grundlage. Schicken Sie eine Liste mit Seiten, Funktionen und Schnittstellen und sagen Sie, wer Texte und Bilder liefert.
- Was ist an SEO enthalten? Grundlegende Metadaten sind nicht dasselbe wie Keyword-Recherche, Seitenstruktur und Weiterleitungen von einer alten Website.
- Wem gehört was? Domain, Hosting-Konto und Website sollten auf Sie laufen, damit Sie den Anbieter wechseln können.
- Laufende Kosten. Fragen Sie nach Preisen für Betrieb, Lizenzen und Support sowie nach dem Stundensatz für Änderungen nach dem Launch.
- Gesamtkosten über drei Jahre. Addieren Sie die Erstellung und drei Jahre laufende Kosten. Erst dann lassen sich günstige und teure Lösungen fair vergleichen.
- Zeitplan und Verantwortung. Fragen Sie, was passiert, wenn Inhalte später kommen, und wie viele Korrekturschleifen enthalten sind.
Steht bei Ihnen eher die Überarbeitung einer bestehenden Seite an, lesen Sie Webseite-Relaunch: 9 Anzeichen, dass es Zeit ist. Und falls Sie zuerst prüfen wollen, ob ein Gratis-Tarif reicht: Kostenlose Webseite.
Häufige Fragen
Was kostet eine einfache Website?
Mit einem Baukasten zahlen Sie einen Monatsbetrag. Bei IONOS kostet MyWebsite Starter regulär 12 € im Monat inklusive MwSt., die Domain ist enthalten. Lassen Sie die Website erstellen, hängt der Preis davon ab, wie viel Design und Inhalt neu entstehen.
Was kostet eine Website pro Jahr?
Rechnen Sie mit Domain, Hosting oder Baukasten-Tarif, Lizenzen für Theme, Plugins und E-Mail sowie Wartung. Eine .de-Domain kostet bei IONOS nach dem ersten Jahr 1,30 € im Monat. Ihre eigene Zeit für Aktualisierungen kommt hinzu.
Ist ein Template günstiger als eine individuelle Website?
Meistens ja, weil das Design schon existiert. Ein Template, das stark umgebaut werden muss, kann aber ähnlich viel kosten. Entscheidend ist, wie gut es zu Ihren Inhalten und Anforderungen passt.
Warum unterscheiden sich Angebote für Websites so stark?
Sie kalkulieren oft Unterschiedliches: Zahl der Seitentypen, ob Texte enthalten sind, wie viel SEO dabei ist und welche Schnittstellen nötig sind. Geben Sie allen dieselbe Grundlage und vergleichen Sie die Gesamtkosten über drei Jahre.
Braucht meine Website ein Impressum?
Wer geschäftsmäßig einen digitalen Dienst anbietet, muss nach § 5 DDG unter anderem Name, Anschrift und E-Mail-Adresse leicht erkennbar angeben. Für Unternehmenswebsites gehört das Impressum daher fest zum Projekt.
Quellen
- Homepage-Baukasten MyWebsite, IONOS
- .de-Domain registrieren, IONOS
- § 5 DDG Allgemeine Informationspflichten, Bundesministerium der Justiz
- About WordPress, WordPress.org








